Neue Gefahr durch das Messie-Syndrom

Dem sogenannten Messie-Syndrom (engl.mess=Dreck, Unordnung) fallen immer mehr Menschen in Deutschland zum Opfer. Auffällig ist, dass auch viele ältere Frauen und Männer unter der Problematik leiden ihren Alltag nicht organisieren zu können, Ordnung in den  Haushalt zu bringen oder einfach das Leben zu meistern. Wie Facettenreich und heimtückisch das Messie-Syndrom für die Betroffenen ist, wissen nur die Wenigsten. Aber es gibt Hilfe, auch dort, wo man alle Hoffnungen anscheinend aufgegeben hat.


Im Messie-Syndrom werden 3 Grade unterschieden:

1. Grad = Sammeln mit System

Wertlose Gegenstände werden nach einem Ordnungssystem gesammelt und gelagert. Meist entsteht ein Gangsystem, dass an Bauten von Nagetieren erinnert.

2.Grad= Sammeln ohne System

Dinge werden ohne jedes System gehortet. Die Wohnungen ähneln eher Müllhalden. Die Benutzung der Sanitäranlagen oder primären Gebrauchsgegenständen ist stark eingeschränkt.

3.Grad=Verwahrlosung

Die Wohnungen der Betroffenen sind unbewohnbar da die hygienischen Einrichtungen nicht mehr benutzbar sind und es sich zudem Essensreste oder Exkremente im Wohnbereich befinden.

So wie das Syndrom an sich unterschiedliche Grade aufweist. So werden auch die Betroffenen in unterschiedliche Messie-Typen unterscheidet:

  1. Das Eichhörnchen – sie horten und vermüllen.
  2. Die Zeit-Chaoten – diese Menschen kommen immer zu spät oder versäumen Termine, bis sie Job und Freunde verliere
  3. Die Chaosarbeiter-sie fangen alles an und bringen nichts zu ende.
  4. Die Ich-Chaoten-sie verstehen von allem etwas,  begeistern sich für alles ohne dabei aber bei einer Sache bleiben zu können.

Aber was bedeutet das Messie-Syndrom eigentlich und wie kann man den Betroffenen helfen?

Meist beginnt es ganz langsam damit, sich einfach von nichts trennen zu können und alles aufhebt, weil man denkt, dass es zu einem späteren Zeitpunkt noch nützlich sein kann.  Denn Messies fällt es im Laufe der Zeit immer schwerer Prioritäten zu setzen und Ordnung zu halten. So landet zum Beispiel die komplette Post in einer Schublade oder einem Schrank. Ohne diese zu sortieren und zu lesen.

Oft führte dieses Verhalten dazu, dass die Wohnung der Betroffenen nicht mehr bewohnbar ist, da sich überall Müll und Unrat türmen. Häufig sind nicht einmal mehr „Fußwege“ zwischen den Kisten oder Säcken vorhanden.

Aber wie kann man den Betroffenen nun helfen?

Messies sind nach außen unscheinbare Menschen. Sie haben ein optimistischen, kreative und offene Charakter mit einem Hang zur Hektik und zum Perfektionismus. Ihr größtes Handicap ist jedoch, dass sie nicht zwischen brauchbar und unbrauchbar unterscheiden können. Sie schämen sich für ihre Lebensumstände und leiden stark darunter.

Oftmals sind seelische Ursachen der Grund für das Messie-Syndrom

Ohne Hilfe von außen schaffen Messie es selten ihren Kampf gegen das Chaos zu gewinnen. In Selbsthilfegruppen oder auch Therapien, die z.B. von der Caritas angeboten werden, wird dem Betroffenen vor Augen geführt, dass sie sich mit ihrem Verhalten  selber schaden und auch nur sie sich selber dort wieder heraus holen können-mit entsprechender Hilfe natürlich. Durch den Einsatz eines speziellen Coaching oder Angebote der Familienhilfe wird den Messies ein würdevolles Leben zurückgegeben. Vielen älteren Messies ist meist mit einem Einzug in ein Senioren-oder Pflegeheim  geholfen.

Messies müssen nicht alleine bleiben mit ihrem Problem, aber sie müssen bereit sein, sich helfen zu lassen.

One Response to “Neue Gefahr durch das Messie-Syndrom”

  1.    Manuela Says:

    Es gibt viele Texte im Internet über Messies,aber nirgendwo steht was darüber,was man machen kann,wenn die Person sich nicht helfen lassen will,obwohl die Wohnung schon Gesundheitsgefährdent ist.Man kann doch nicht zukugen wir er immermehr Verwahrlost.

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