Stress und die Demenz
Demenz ist eine Krankheit, die weiter auf dem Vormarsch ist-auch in Deutschland. Immer mehr Menschen leiden an Demenz. Und auch immer häufiger sind Frauen von der Krankheit des Vergessens betroffen. Jetzt haben Forscher neue Erkenntnisse darüber gewonnen, dass der Faktor Stress eine große Auswirkung auf die Erkrankung vor allem bei Frauen hat. Was bedeutet Stress und wirkt er sich auf unseren Organismus aus?
Stress, dieses Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Anspannung oder Druck. Aber Stress steht vor allem für eine körperliche und geistige Belastung. Stress wird durch die unterschiedlichsten Faktoren hervorgerufen. Zum Beispiel durch den Verlust eines geliebten Menschen, Zeitmangel, chronische Konflikte oder auch soziale Isolation und Schlafentzug.
Die daraus folgenden Reaktionen werden als sogenannte Stressreaktionen bezeichnet. Diese können, altersentsprechend, unterschiedliche Formen annehmen. Die Stressreaktionen reichen vom Daumenlutschen im Kindesalter bis hin zu Krankheitssymptomen wie Erbrechen, Herzstechen oder Hautausschlag. Stress ist also keine leicht zu nehmende Randerscheinung.
Wissenschaftler aus Schweden kamen nun nach langjähriger Forschung zum Entschluss, dass Stress die Demenz bei Frauen im Alter fördert. In dieser Studie wurden 1400 Frauen über 35 Jahre lang begleitet. Von diesen Teilnehmerinnen haben 161 eine Demenz entwickelt. Die Meisten der 161 Frauen gaben an, dass sie in der Mitte ihres Lebens anhaltenden oder wiederkehrenden Stress in einem Wert von mittel bis stark ausgesetzt waren.
Den Forschern zu Folge sollten Frauen im beruflichen, als auch im privaten Bereich darauf achten den Stressfaktor so gering wie möglich zu halten, um einer späteren Demenz-Erkrankung, wie Alzheimer, vorbeugend entgegen wirken zu können und lange eine barrierefreies Leben genießen zu können. Denn die ständige Anspannung in den mittleren Lebensjahren erhöhe das Risiko auf 65 Prozent.